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News / 19. February 2009 - 00:07 Uhr

AStA der Uni Potsdam klagt gegen Master-Zulassungsbeschränkung

Elitetürme

Der AStA der Universität Potsdam hat gestern am Verwaltungsgericht Potsdam ein Normenkontrollverfahren gegen Zulassungsbeschränkungen zu Masterstudiengängen eingereicht. Im letzten Jahr wurden mehrere Zulassungsordnungen an der Universität Potsdam verabschiedet, die die Zulassung zum Master nach Ansicht des AStA unzulässig einschränken. Laut einem vom AStA beim Fachanwalt Wilhelm Achelpöhler in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten verstoßen solche generellen Auschlüsse gegen den Artikel 12 des Grundgesetzes und sind demnach verfassungswidrig, da sie die freie Wahl des Arbeits- und Ausbildungsplatzes behindern. An der Universität Potsdam treten diese unzulässigen Regelungen in zweierlei Form auf: Zunächst, wie in den Zulassungsordnungen für die Masterstudiengän* Ökologie, Evolution und Naturschutz,

  • Zelluläre und Molekulare Biologie
  • Biochemie,
  • Bioinformatik und
  • Betriebswirtschaftslehre

als eine zu erreichende Mindestnote im Bachelor von 2,5. Zum anderen existieren in den Zulassungsordnungen für Informatik und Geoinformatik Quotenregelungen, die besagen, dass nur die besten zwei Drittel eines Jahrganges in den Kreis der Master-AnwärterInnen aufgenommen werden können. Der AStA beklagt exemplarisch zwei Zulassungsordnungen, in denen je eine der beiden Regelungen vorkommt. Sebastian Schultz, Referent für Studienbedingungen, erklärt für den AStA der Universität Potsdam: “Bildung ist aus egalitären und emanzipatorischen Gründen durch die Verfassung für jedermann und jederfrau garantiert. Gerade öffentliche Bildungseinrichtungen haben dafür Sorge zu tragen, dass Bildungszertifikate, als einzig messbare Form von Bildung mit ihrer wiederholt nachgewiesenen gesellschaftlichen Positionierungsfunktion, frei zugänglich sind. Dafür ist es notwendig, strukturelle Hürden, wie sie vergleichbar und ausreichend analysiert und kritisiert beim Übergang von Grund- auf weiterführende Schulen bestehen, abzubauen und nicht neue zu etablieren.”