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News / 16. November 2009

TU Berlin: Studierende übergeben Vizepräsident Forderungskatalog

Bildungsstreik 2009

Heute um 9:00 waren die Besetzer_innen des Audimax der TU Berlin beim Vizepräsidenten für Forschung und Lehre, Jörg Steinbach, zum Gespräch. Sie übergaben einen Katalog mit Forderungen des Protestes. Kerninhalte sind Freie Gestaltung des Studiums, Demokratisierung der Hochschule und Freier Zugang zu Bildung.

Herr Steinbach war zu keiner sofortigen Stellungnahme bereit. Einem öffentlichen Gespräch möchte er sich frühestens am Mittwoch stellen. Das Präsidium vertritt grundsätzlich die Auffassung, die Studierenden im Audimax seien geduldet und das Präsidium selbst entscheide allerdings auch über das etwaige Ende der Besetzung.

Die Besetzer_innen behalten sich eine eigene Entscheidung über das Ende der Besetzung vor. Sie charakterisierten das Treffen dennoch als konstruktiv. „Wir haben Verständnis für die Lage des Präsidiums, haben aber auch unseren Standpunkt im Gespräch gut verdeutlichen können.“ so Annika, eine der Verhandlungsteilnehmer_innen.

Der Audimax war am Donnerstag, den 12.11. nach einer studentischen Vollversammlung besetzt worden. Die Studierenden wollen durch ihre Besetzung das öffentliche Interesse auf die Misere des Bildungssystems aufmerksam machen.

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Wir wollen uns völlig klar darüber sein, dass der Nationalismus ein Laster ist. Wir meinen mit ‚Nationalismus‘, jede übergebührliche Betonung der Nationalität… Der Nationalismus ist ein Laster, weil er sein Augenmerk auf vergleichsweise belanglose Dinge lenkt… und dabei das Wesentliche übersieht, das einfach darin besteht, dass er (jeder Mensch) ein Mensch ist. (…) Was macht es schon aus, dass ich Englisch spreche und jemand anders Deutsch, dass meine Haut weiß ist und die eines Negers schwarz ist, dass ich Jude bin und mein Nachbar anderen Glaubens… Lasst uns denn im Namen der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes diese Unterschiede vergessen, damit wir uns unseres gemeinsamen Menschseins erinnern.
(Victor Gollancz)